Neues vom Schreibtisch

Die letzten Wochen waren geprägt von Literaturarbeit. Neben Titeln zur Bergbaukultur wie „Alles kommt vom Bergbau her“ von Bernd Lahl und Jens Kugler, Gerhard Heilfurths „Der Bergbau und seine Kultur“ oder auch noch einmal einzelne Kapitel von Otfried Wagenbrets und Eberhard Wächtlers „Bergbau im Erzgebirge“ wurde auch das Einführungswerk „Nachhaltiger Tourismus“ von Hartmut Rein und Wolfgang Strasdas einer Durchsicht unterzogen. 
Da sich mit den weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen abzeichnete, dass nun die geplanten Untersuchungen in den einzelnen Regionen angegangen werden können, ist der Fokus umso stärker auf die zu untersuchenden Städte gelegt worden. Wie bereits im letzten Post und im Podcastfolge eins angesprochen, wurde in Anlehnung an die „Sächsische Silberstraße“ geschaut, welche Städte für eine nähere Untersuchung herangezogen werden können. Die Vielzahl der Orte mit Bergbaubezug sowie aktiven Vereinen, die auch im Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. organisiert sind, lassen es leider nicht zu, dass im Rahmen dieser Arbeit allen die gleiche Aufmerksamkeit zuteil wird. Eine Eingrenzung muss her, weswegen ich mich vorerst für die Orte Schneeberg, Aue-Bad Schlema, Annaberg-Buchholz, Geyer, Ehrenfriedersdorf, Oelsnitz, Marienberg, Freiberg, Altenberg-Zinnwald sowie Dippoldiswalde und Freital entschieden habe. Ich betone an dieser Stelle, dass diese Eingrenzung noch nicht final ist und sich im Laufe der weiteren Schritte noch verändern können. Bereits beim ersten Ort, Schneeberg, wird deutlich, dass mit der der Betrachtung des Besucherberkwerks St. Anna am Freudenstein in Zschorlau eine weitere Stätte hinzukommen wird.
Bei den ausgewählten Orten werden nun sowohl die Internetpräsenzen der Stadt samt ihrer Social Media Auftritte, falls vorhanden, auf Verweise zur Bergbaukultur untersucht. Gleiches gilt für die Seiten der Tourismusverbände. Hierbei liegt der Fokus auf Darstellungsinhalt und -art, um im Vergleich mit der jeweiligen Bergbauhistorie ermitteln zu können, ob eine Wichtung hinsichtlich einzelner Aspekte (insbesondere mit Blick auf den Tourismus) vorliegt. Die Umstände für die Darstellungen werden unterschiedlich sein und sollen anhand von Gesprächen mit Aktiven der Bergbauvereine sowie, wenn möglich, mit Vertretern von Stadtmarketing und Tourismus ermittelt werden. Gleichzeitig werden auch historische Ereignisse, unterschiedliche Maßstäbe bei der historischen Aufarbeitung usw. Gründe für eine unterschiedliche Wichtung bei der historischen Darstellung sein. Um die Rezeption darlegen zu können, ist neben der Ergründung aktueller Darstellungen auch der historische Verlauf zu verfolgen. Neben der einschlägigen Forschungsliteratur sind hier insbesondere die Bestände der lokalen Archive sowie des Sächsischen Staatsarchivs in Chemnitz und des Bergarchivs Freiberg durchzusehen. Vor allem anhand der Betrachtung von Entwicklungen der Erinnerungskultur lassen sich Erkenntnisse für eine ausgewogenere und auch selbstkritische Darstellung mit Blick auf die touristische Vermarktung von historischen Bezügen gewinnen. 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s