Schneeberg I + II

Es klang in den letzten Beiträgen bereits an, dass die Bearbeitung der Disseration durch die Corona-Pandemie und der dadurch berechtigt eingeführten Schutzmaßnahmen erheblich an Dynamik eingebüst hat. Um es vorwegzunehmen, hier ist kein Platz zum Jammern und ich maße mir auch nicht an, über die getroffenen Maßnahmen der letzten Wochen und Monate zu urteilen. Natürlich muss ich nun mit Blick auf den einst niedergeschriebenen Ablaufplan feststellen, dass vieles nicht eingehalten werden kann, wie es einst konzipiert wurde. Mit dieser Einsicht bin ich aber auch nicht alleine. Ich wäre gern weiter vorangekommen, als es jetzt der Fall ist. Ein stückweit müssen Realismus und Pragmatismus nun Hand in Hand gehen. Pläne werden modifiziert und an die neue Situation angepasst. Es ist, wie es eben ist und trotzdem wird das Beste daraus gemacht.
So kam es auch, dass ich meine ersten Besuche ‚vor Ort‘ erst im Juni beginnen konnte. Es war ein langsames Herantasten. Was kann gemacht werden, wo sind bereits Museen wieder auf? Wer ist bereit für ein Gespräch?
Die erste Station war somit eine pragmatische Entscheidung, um einigermaßen systematisch vorzugehen. Ich begann im Westerzgebirge mit der Bergstadt Schneeberg. Die Internetpräsenz der Stadt wurde analysiert (Inmitten der Bearbeitungsphase erfuhr diese einen Relaunch und ich war zugegebenermaßen kurz irritiert. Die Seite ist jetzt aber benutzerfreundlicher, was das weitere Vorgehen deutlich erleichterte.), zahlreiche Beiträge zur Stadt- und Bergbaugeschichte sowie zu den ansäßigen Bergbauvereinen gelesen und die Social Media-Seiten durchgesehen. Hierdurch entstand auch der Kontakt zu Herrn Unger und Frau Espig in der Stadtverwaltung der Bergstadt. Ein sich daraus ergebenes persönliches Gespräch beim folgenden Besuch in Schneeberg war sehr ergebnisreich. Der anschließende Besuch im Siebenschlehener Pochwerk kann in dieser Linie ebenfalls als sehr informativ und erfolgreich gewertet werden (Ein Dank an dieser Stelle noch einmal an Frau Espig für die Vermittlung und Herrn Tabel für die ausführliche Führung). Nach dieser langen Durststrecke ohne persönliche Gespräche war dieser Beginn in Schneeberg mehr als das, was ich für den Anfang erwartete. Das Vorhaben, nicht nur über einen Ort zu schreiben, sondern auch mehrfach vor Ort zu sein, erwies sich in der Rückschau als richtig.

Ein weiterer Besuch in der Stadt führte mich über den Bergbaulehrpfad. Da ich mir bei der Analyse der einzelnen Stadtseiten auch ansehe, welche touristischen Angebote, die in Verbindung mit der Bergbaukultur zu finden sind, stieß ich relativ schnell auf verschiedene Routen rund um die Bergstadt. Der Bergbaulehrpfad bereitet mit seinen zahlreichen Infotafeln einen relativ guten Überblick über das Bergbaugeschehen in und um Schneeberg. Es mag sicherlich hilfrei sein, vorab etwas Kenntnisse über Thema zu haben. Vereinzelte Schautafeln mit Erklärungen, z.B. über die Bewetterung, geben aber auch für Unkundige Überblickswissen preis.
Erfreulich war für mich, dass an diesem Tag das Wetter besonders freundlich war und sich somit ein wunderbarer Blick über Stadt und Landschaft bot. (Weitere Einblicke dazu auch auf meiner Instagram-Seite in den Stories zu Schneeberg.)

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