#KohleBoom in Oelsnitz/Erz.

Wie nun allseits bekannt sein dürfte, startete die 4. Sächsische Landesausstellung dieses Jahr nicht wie vorgesehen Ende April sondern am 10. Juli. Schließlich ist aufgeschoben nicht aufgehoben!
Offiziell für Besucher:innen freigegeben war sie dann einen Tag später am 11. Juli, was mich wiederum bewog, nach Oelsnitz ins Bergbaumuseum zu fahren. Dieses ist mit der Ausstellung #KohleBoom neben der Zentralen Ausstellung eins von insgesamt sechs Schauplätzen und neben dem #SilberBoom in Freiberg einer der zwei Standorte mit explizitem Bergbaubezug.

Beginn der Ausstellung


Eigentlich ist das Bergbaumuseum Oelsniz bis 2023 wegen einer umfassenden Sannierung seit letztem Jahr geschlossen. Die Daueraustellung wird rundum erneuert und ein moderneres Museumskonzept findet in Zukunft Anwendung. Einen Vorgeschmack gibt es bereits jetzt bei #KohleBoom. Die Anreise zur Eröffnung hat sich gelohnt. Von der Entstehung der Kohle bis zur heutigen musealen Umsetzung am alten Gelände des Karl-Liebknecht-Schachtes geht es einmal durch die Geschichte der Kohleförderung in Sachsen. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf dem Lugau-Oelsnitzer-Revier sondern es werden auch der einstige Abbau im Zwickauer sowie im Freitaler Revier beleuchtet.
Die Ausstellung ist in mehrere Bereiche unterteilt. mit zahlreichen Karten, Informationstafeln und Schaukästen versehen. Führungen werden selbstverständlich ebenfalls angeboten, diese habe ich allerdings für’s erste nicht in Anspruch genommen, werde dies aber bei einem weiteren Besuch tun. Für den ersten Besuch war es mir wichtig, die Ausstellung erst einmal auf mich wirken zu lassen, mir Zeit zu nehmen und auch einmal Videos und Audiomaterialen mit Ruhe zu nutzen.


Wenn das Interesse sehr ausgeprägt ist, sollten sich Besucher:innen einige Stunden Zeit für die Austellung nehmen, werden dann aber auch mit ausführlichen Informationen versorgt.
Beeindruckend fand ich die Vorführung der Dampfmaschine. Zahlreiche Mitarbeiter:innen des Museums stehen einem mit Erklärungen zu Seite, sodass auch jegliche nachfragen beantwortet werden. Insbesondere für die Generationen, denen der sächsische Bergbau gänzlich fremd ist, ist diese Ausstellung ein guter Zugang für dieses Thema, spezifisch auf den Steinkohlenbergbau versteht sich. So kommen auch auditiv Personen zu Wort, die nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus in Sachsen etwas zu Bewahrung und Pflege des Industriedenkmals und der hiesigen Traditionen beitragen. Für jüngere Menschen kann somit vor allem der letzte Abschnitt Ansporn sein, sich etwas näher mit der Geschichte des Bergbaus in Sachsen zu beschäftigen.
Für den musealen Teil meiner Arbeit ist das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge fest eingeplant, um diese Form der historischen Vermittlung aber auch dem Stellenwert des Tourismus in diesem Bereich Aussagen treffen zu können.

Der nächste Besuch in Oelsnitz ist bereits eingeplant. Und auch dieser wird nicht der Letzte sein.

Nähere Informationen sind zu finden unter:
Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge
4. Sächsische Landesausstellung

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