Wieder auf Tour (langsam)

Mit dem Ende der Ausgangssperre in Sachsen war es mir wieder möglich, temporär die vier Wände gegen fahrbaren Untersatz, Natur und etwas praktische Tätigkeit zu tauschen. Wie bereits geschrieben, flankiere ich diese Seite mit einem Instagram- und einen Facebook-Profil, um nicht nur meiner Arbeit etwas mehr Breite zu geben, sondern auch um ausloten zu können, welche Möglichkeiten dieses Thema im Social Web bietet. Wie ist das Thema im Netz präsent, wie stellt es sich dar, welche Formen nimmt es an? Ziel ist es aber vordergründig, in den Austausch mit Menschen zu kommen, die sich in unterschiedlichsten Facetten dem Thema Bergbaukultur nähern und widmen.
Wie passt das mit meinem Thema zusammen?
Geschichtswissenschaft klingt für viele Menschen oft sehr trocken. Die Vorstellung, Forscher:innen sitzen in Kellern vor alten, verstaubten Schriften, ist hierbei ein gängiges Klischee, dem ich gern entgegen wirken möchte. Auch ich verbringe aktuell und sicher noch eine Vielzahl an Stunden in Bibliothelen, Archiven oder, wie jetzt, im Homeoffice, um zu lesen, zu recherhieren und Sachverhalte zu verstehen. Wissenschaftliches Arbeiten hat aber auch viel mit Austausch, Gesprächen und mit geographischen Räumen zu tun. Es ist für mich daher inhaltlich wie für das Gesamtverständnis wichtig, die Räume gesehen zu haben, mit denen ich mich beschäftige. Und sie immer wieder zu sehen.
Aus diesem Grund habe ich seit die Lockerungen zwei Touren unternommen. Eine über Lauenstein, Altenberg, Zinnwald, Olbernhau, Pockau-Lengefeld, Großhartmannsdorf. Die Zweite nach Schneeberg, Aue-Bad Schlema, Wildbach und Hartenstein, mit einem Stop auf der Rückfahrt auf Schloß Augustusburg. Beide Tagestouren waren vordergründig Fototouren, da die meisten Objekte auf dieser Strecke noch geschlossen hatten und ein Besuch dieser nicht möglich war. Zusammen mit einer kurz vor der Ausgangssperre vorgenommenen Tagesreise nach Oelsnitz, Schneeberg, Bad Schlema, Geyer, Annaberg-Buchholz, Wolkenstein und Marienberg sind diese „Erkundungsfahrten“ Arbeit und Entspannung zugleich. Einige Fotos davon stelle ich samt Kurzerklärung nach und nach bei Instagram ein. Ein Mittel, landschaftlich die Vielfalt abzubilden. Gleichzeitig aber auch, um bei anderen Fotograf:innen zu sehen, wie ihr Blick auf die Umgebung ist. Auch hier werde ich den Austausch suchen.

Ich hoffe und wünsche mir, dass diese Touren wieder regelmäßiger werden, mit mehr Interaktion und Gesprächen (natürlich unter den empfohlenden Sicherheitsmaßnahmen, klar), denn der touristische Aspekt ist für mich ebenso bedeutend, wie der historische. Beides zusammen geht nur mit einem Blick auf Landschaft, Raum und Objekte. Die Lockerungen werden es zeigen.

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